Erste Junggesellenwohnung einrichten? – Diese 10 wichtigen Dinge brauchst du unbedingt

Junggesellenwohnung nach deinen Vorstellungen einrichten | © pathdoc
Du musst dir deine erste Wohnung einrichten und hast keine Idee? Hol dir Tipps von mir, wie du am besten beginnst.

Inhalt:
Tipp 1: Platz lassen
Tipp 2: Checkliste persönlich gestalten
Tipp 3: Geld sparen – aber an der richtigen Stelle
Tipp 4: Mix aus früherem und neuem Leben
Tipp 5: Wände streichen kommt später
Tipp 6: Fenster checken
Tipp 7: Einrichtung nach deinen Lebensgewohnheiten
Tipp 8: Gruppenarrangements
Tipp 9: Beleuchtung
Tipp 10: Bodengestaltung

Du richtest dir gerade die erste Wohnung ein? Für den Mann ganz allein kann es eine Herausforderung sein, die erste Junggesellenwohnung so auszustatten, dass er darin tatsächlich überlebt – von Gemütlichkeit und Komfort ganz zu schweigen. Ich mache es zunächst kurz und zähle für Männer, die es eilig haben, die 10 Must Haves auf, die in deine Wohnung zwingend hineingehören:

  • Bett mit Matratze
  • Kleiderschrank
  • Schreibtisch mit Stuhl
  • Küchenschrank
  • Küchentisch mit Stühlen
  • Kleiderhaken oder Garderobe
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Geschirr und Besteck
  • Kühlschrank
  • Minimalausstattung an Möbeln (Sofa, Regale etc.)

Wohlgemerkt: Das ist eine Überlebensliste, die auch kein Zubehör wie Toilettenartikel, Waschmittel, Kaffeemaschine, Fernseher, Werkzeug, diverses Küchengerät und so fort enthält. Darauf kommst du schon von selbst. Es ist die Liste, mit der du sofort in der Wohnung leben kannst. Doch nun habe ich noch 10 Tipps für den Mann, die bei der Ersteinrichtung prinzipiell helfen.

Tipp Nummer 1: Platz lassen

Deine neue Wohnung wird mit dir gemeinsam wachsen. Du musst daher bei der Einrichtung nichts überstürzen. Lass Platz frei, der für Männer ohnehin wichtig ist, damit sie sich nicht eingeengt fühlen. Bleib entspannt, was die Einrichtung angeht. Weniger ist manchmal mehr. Schaffe vor allem geschmackvolle Dinge an und stelle die (zunächst wenigen) Möbel so, dass du praktisch aufräumen, saugen und wischen kannst. Wenn du nämlich Besuch bekommst, hast du damit deine Wohnung blitzschnell in ein reinliches, geschmackvolles und vielleicht sehr individuelles Zuhause verwandelt. Es kann später etwas mehr darin herumstehen, doch schau dir ruhig einmal verschiedene Einrichtungsstile an. Einer der neuen Trends ist die Reduktion auf das Nötigste. Vielleicht brauchst du gar nicht so viel in deiner Wohnung, selbst wenn diese relativ groß ist.

Tipp Nummer 2: Checkliste persönlich gestalten

Nach den 10 wichtigsten Dingen, die ich für Männer aufgelistet habe, die überhaupt nicht wissen, was sie ganz dringend brauchen, fallen dir jede Menge Sachen ein, auf die du natürlich auch nicht verzichten kannst. Du wirst nun im Internet stöbern und dir vielleicht seitenlange Checklisten anschauen, um nötigenfalls alles auf diesen Listen zu kaufen. Das ist überflüssig. Gestalte dir deine persönliche Checkliste. Hänge einen Zettel an die Wand und notiere alles, was dir unmittelbar fehlt. Das schaffst du nach und nach an.

Für das Schlafzimmer kannst du beispielsweise einen Nachttisch anschaffen oder auch darauf verzichten. Du kannst dir ein breites Bett (für zwei Personen!) zulegen oder zunächst nur einen schmalen Lattenrost + Matratze auf den Boden legen. Ich empfehle dir aber ein Bett, du schläfst darin einfach besser. Einen Kleiderschrank brauchst du zwingend, deine Sachen stauben sonst ein. Die nötigen Utensilien für Küche und Bad schaffst du wahrscheinlich noch am ersten Tag an, weil sie dir unmittelbar fehlen werden. Diese brauche ich nun wirklich nicht für dich aufzulisten. Oder muss ich dich daran erinnern, dass auch eine Toilettenbürste ins Bad gehört? 😉

Tipp Nummer 3: Geld sparen – aber an der richtigen Stelle

Wenn du Einrichtungsblogs liest, empfiehlt man dir dort das Feinste vom Feinen, lauter schicke und moderne Accessoires, die richtig Geld kosten. Dazu sind diese Blogs da, sie wollen damit auch etwas verkaufen. Das ist legitim, doch du musst nicht alles haben, was als der letzte Schrei angepriesen wird. Schau dich mal in Second-Hand-Möbelhäusern um, wo du teilweise wirklich erstklassige Sachen für ein Handgeld bekommst. Dieser Tipp ist deshalb nützlich, weil es natürlich auch online sehr billige Selbstbaumöbel gibt, doch diese Möbel von No-Name-Herstellern sind nicht gerade erstklassig. Im Zweifel sind gute gebrauchte Möbel solchen Sperrholz-Brettern vorzuziehen. Wenn du hier an der falschen Stelle sparst, ärgerst du dich nach kurzer Zeit und kaufst alles noch einmal.

Tipp Nummer 4: Mix aus früherem und neuem Leben

Eine erste eigene Wohnung motiviert dazu, sich vollkommen neu einzurichten. So geht es dir, wenn du gerade bei deinen Eltern ausziehst, aber auch, wenn du von deiner Ex-Beziehung wegziehst, die bisher immer beim Einrichten das Sagen hatte. Das ist tatsächlich ein erfrischender Gedanke für den Mann, sich mit seiner vollkommen neuen Einrichtung sein vollkommen neues Leben vor Augen zu führen. Andererseits musst du nicht mit deinem letzten Leben komplett brechen. Demzufolge kannst du – auch aus rein finanziellen Gründen – von deiner vorherigen Einrichtung gern etwas in dein neues Zuhause integrieren. Kein Leben hat einen so scharfen Bruch, dass alte Erinnerungen nichts mehr darin verloren haben. Also nimm etwas aus deinem Jugendzimmer mit (Bett, Kleiderschrank, Nachttisch etc.) oder verhandle mit deiner vergangenen Liebe darüber, ob sie dir nicht das eine oder andere Stück überlässt. Wahrscheinlich hast du es mindestens teilweise bezahlt. Wenn du einmal richtig rechnest, sparst du auf diese Weise wirklich sehr viel Geld.

Tipp Nummer 5: Wände streichen kommt später

Das reduzierte Einrichten, das ich dir ganz zu Anfang empfohlen habe, hat noch einen weiteren wichtigen Grund: Du solltest zunächst nicht die Wände streichen, falls dir bestimmte Farben vorschweben. Es ist ja heute sehr trendy, wenigstens einzelne Wände künstlerisch zu gestalten (beige, hellgrün, Muster, Palmenmotiv, Panoramatapete etc.). Doch wenn du beim Einrichten bist und allmählich überlegst, was in deine neue Wohnung passt, sind die Wände eigentlich der letzte Schritt. Sonst kaufst du Möbel nach deiner Wandgestaltung. Du musst beobachten, welche Lichtverhältnisse du zu verschiedenen Tageszeiten in der Wohnung hast, wie viel Platz du brauchst und welcher Einrichtungsstil dich überhaupt anspricht. Wenn du dich klipp und klar für bestimmte Möbel entschieden hast, kannst du natürlich zuerst streichen und dann Möbel in die Räume stellen, weil das einfach praktischer ist.

Streiche die Wände deiner Wohnung | © Robert Kneschke
Zuerst die Möbel kaufen und dann die Wände streichen! Sonst musst du die Möbel nach der Farbe der Wände kaufen und das kann mühsam werden.

Tipp Nummer 6: Fenster checken

An den Tipp Nummer 5 (Lichtverhältnisse) schließt nahtlos der Tipp Nummer 6 an. Die Fenster können und sollen mehr oder weniger Licht hereinlassen. Du musst dich entscheiden, ob du Vorhänge oder Faltrollos verwendest, was nicht nur vom Licht, sondern auch von der Nachbarschaft (Einsicht in deine Fenster) abhängt. Die Fenstergestaltung wirkt sehr stark auf einen Raum, sie ist ein Blickfang für Besucher, reguliert das Licht im Raum und schafft Gefühle von Weite, Geborgenheit, Schutz, Offenheit und so weiter. Es sind durchaus gegensätzliche Gefühle. So könnte es sein, dass du längere Zeit ohne Gardinen oder Rollos lebst, bis du eines Tages merkst, dass dir ein Nachbar ins Fenster starrt. Was er dabei sehen könnte, kannst du ein wenig selbst überprüfen, indem du von außen in deine Fenster schaust. Vielleicht entscheidest du dich anschließend für blickdichte Rollos.

Tipp Nummer 7: Einrichtung nach deinen Lebensgewohnheiten

Bevor du dich für einen angesagten Wohntrend entscheidest und deine Räume wie ein Innenarchitekt planst, überlege doch einmal, was du am liebsten in deinen vier Wänden tust und wie sie deshalb eingerichtet sein müssen. Nehmen wir an, dass du sehr viel Zeit vor dem Rechner verbringst. Dann ist der Schreibtisch mit dem Laptop ein absolut zentraler Platz in deiner Wohnung. Er muss das richtige Licht erhalten, gleichzeitig musst du überlegen, ob du am Schreibtisch sitzend die Tür im Auge haben möchtest oder nicht. Die Umgebung des Schreibtisches sollte dann kein nüchternes Arbeitszimmer, sondern eher gemütlich sein.

Doch es gibt auch ganz andere Gewohnheiten. Vielleicht spielst du ein Musikinstrument und brauchst dafür genug Platz, vielleicht hast du Aquarien oder Terrarien und so weiter, und so fort. Diese Dinge sollten über deinen Einrichtungsstil bestimmen, nicht die Ideen von Bloggern, deren Thema das neueste Wohnambiente ist.

Deine Wohnung nach deinen Lebensgewohnheiten einrichten. | © Photographee.eu
Die Wohnung solltest du nach deinen Lebensgewohnheiten einrichten und nicht nach den teuren und trendy Ideen eines Bloggers.

Tipp Nummer 8: Gruppenarrangements

Wenn du Möbel aufstellst, arrangiere sie in Gruppen. Dicht gestellte Möbel erzeugen eine kuschelige Atmosphäre. Stelle daher keinen riesigen geschlossenen Wandschrank oder eine Couchlandschaft, sondern kleine, separate Einheiten auf. Wozu diese gut sind, hängt von deinen Lieblingsaktivitäten ab. Du könntest zum Beispiel eine Plauder- und Spielecke einrichten, wenn du oft Besuch hast.

Tipp Nummer 9: Beleuchtung

Vielleicht hast du schon ganz zu Anfang gedacht: Was ist eigentlich mit Lampen? Sie werden ja gar nicht erwähnt?

Doch im Ernst: Du brauchst, bevor du nicht eingerichtet bist, über Lampen nicht nachzudenken. Sie müssen zu deinen Möbeln passen und nicht umgekehrt. Daher kannst du anfangs mit einer Glühbirne an der Decke und einer Stehlampe leben. Doch wenn du eingerichtet bist, kannst du dir eine raffinierte Beleuchtung ausdenken, die das Salz in der Suppe der Einrichtungsideen ist.

Tipp Nummer 10: Bodengestaltung

Ganz zum Schluss denkst du über deinen Fußboden nach. Natürlich ist es ein bisschen mühsam, unter schon gestellte schwere Möbel noch einen Teppich zu klemmen, doch es gilt hier dasselbe wie bei den Lampen: Die Möbel bestimmen den Boden und nicht umgekehrt.

Bodenbeläge begrenzen Bereiche, halten den Fußboden warm und tragen zur Farbe eines Raumes bei – selbst wenn sie niemand ganz bewusst anschaut. Sie können mehr oder weniger kuschelig ausfallen, hier spielen deine eigenen Gewohnheiten eine Rolle. Du könntest eher barfuß oder mit Hausschuhen oder mit Straßenschuhen daheim unterwegs sein. Danach muss sich dein Boden richten. Es gibt pflegeleichte und sehr strapazierfähige Beläge, die sich als Straßenschuh-Variante eignen, es gibt auch sagenhaft flauschige Teppiche, auf denen du schlafen und andere nette Dinge treiben kannst. Die Böden sind meistens der letzte Schritt, dann ist die Wohnung fertig eingerichtet.

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